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Zwischen Winterblues und Weihnachtstrubel. Dunkel wird es nur dort, wo wir uns vergessen.

Winterblues Weihnachten Medium Schweiz Corinne Breitenstein

Zwischen Winterblues und Weihnachtstrubel

Dunkel wird es nur dort, wo wir uns vergessen

 

Wenn die Tage dunkler werden – und wir uns selbst nicht verlieren wollen.

Die dunkle Jahreszeit fordert uns auf ihre eigene Art heraus: weniger Licht, weniger Energie, mehr Erwartungen. Gleichzeitig rückt Weihnachten näher – ein Fest, das bei vielen längst mehr Pflicht als Freude geworden ist. Dieser Blog lädt dich ein, beides neu zu betrachten: den Winter und das Fest. Mit Leichtigkeit, Ehrlichkeit und einem kleinen Stück mehr «Du selbst».

 

Die Tage werden kürzer, das Licht zieht sich zurück und vieles fühlt sich etwas schwerer an als sonst.

Manchmal wirkt der Winter so, als hätte jemand das Licht gedimmt — und gleich auch noch unsere Energie. Viele nennen es Winterblues.

Ich nenne es: den Moment, in dem wir uns selbst wieder hören könnten, … wenn wir es denn zulassen würden.

 

Doch meistens tun wir es nicht. Wir rennen weiter. Wir funktionieren. Und kaum beginnt die Weihnachtszeit, wird die Ruhe, die wir eigentlich bräuchten, von etwas ganz anderem verschluckt: von Pflicht, Erwartung, Programmen und Traditionen und viel «müssen» nicht «wollen» Dinge, welche wir nur noch aus Gewohnheit mitmachen.


Weihnachten kommt jedes Jahr gleich schnell — und trotzdem fühlt es sich an, als würde es uns jedes Mal überraschen.

 


Der Winter lädt uns ein, langsamer zu werden – doch wir beschleunigen


Der Winter lädt uns ein, langsamer zu werden – doch wir beschleunigen. Die Natur macht es uns eigentlich vor: Sie zieht sich zurück, sammelt Kraft, atmet aus.

Wir dagegen versuchen jedes Jahr aufs Neue, gegen diese Winterbewegung anzukämpfen.

Dunkelheit macht uns schneller müde.

Kälte lässt uns innerlich enger werden.

 

Und bevor wir überhaupt darüber nachdenken könnten, was uns jetzt guttun würde, stehen schon die ersten «To-dos» im Raum:

 

  • Geschenke besorgen

  • Termine koordinieren

  • Erwartungen erfüllen

  • und bitte schön: funktionieren

 

Im Dezember haben selbst einfache Aufgaben die Angewohnheit, sich wie grössere Projekte anzufühlen.

 

Dabei wäre der Winter genau die Zeit, in der unser System leiser, weicher, langsamer werden möchte. Doch Gesellschaft und Gewohnheit ziehen uns oft in die entgegengesetzte Richtung.


 

Weihnachten – ein Fest voller Erwartungen


Winterblues Weihnachten Medium Schweiz Corinne Breitenstein

Weihnachten – ein Fest voller Erwartungen, die niemand aussprechen will.

Wenn ich mit Freunden spreche, höre ich jedes Jahr dieselben Sätze:

 

«Ich liebe Weihnachten, aber es ist jedes Jahr Stress pur.»

«Wir machen es halt so, weil es immer so war.»

«Eigentlich möchte ich es ruhiger, kleiner – aber das darf man doch nicht.»

«Am liebsten wäre ich gar nicht hier sondern in…»

 


Viele möchten ein Fest der Wärme


Viele möchten ein Fest der Wärme. Doch sie erleben ein Fest der Pflichten.

Es geht um Abläufe, um Rollen, um Erwartungen:


  • Wer bringt was mit?

  • Wer sitzt neben wem?

  • Wer bekommt welches Geschenk?

  • Wie vermeiden wir Streit?

  • Wie bringen wir alle Termine unter einen Hut?

  • Und bitte: lächeln – egal, wie man sich fühlt.

 

Das «Wir» geht verloren.

Zurück bleibt ein «Man macht das so» oder «Man muss...».

Und manchmal habe ich das Gefühl, dass «Man» mehr Weihnachten feiert als die eigentliche Familie.

Die Ironie ist fast schon schmerzhaft: Gerade in der Zeit, die für Verbundenheit stehen sollte, beginnen viele sich zu verstellen.

 


Das Schenken – zwischen Herz, Gewohnheit und schlechtem Gewissen


Das Schenken – zwischen Herz, Gewohnheit und schlechtem Gewissen.

Weihnachten sollte ein Fest der Nächstenliebe sein.

Doch für viele ist es ein Fest des «Ich muss…»

 

  • Ich muss noch ein Geschenk finden.

  • Ich muss noch einkaufen.

  • Ich muss ein RIESEN Menü kochen.

  • Ich muss etwas für Menschen besorgen, die ich nicht einmal richtig mag.

  • Ich muss dankbar lächeln… auch wenn es gar nicht passt.

 

Winterblues Weihnachten Medium Schweiz Corinne Breitenstein

Dabei wird oft vergessen:

Geschenke haben nur dann Wert, wenn sie aus Freude entstehen – nicht aus Pflicht.

Ein gezwungenes Geschenk fühlt man. Ein echtes auch.

 

Und seien wir ehrlich:

Einige Pflichtgeschenke landen früher oder später doch in der berühmten «Weiss-nicht-wohin-damit»-Schublade oder…

 

Manchmal wäre das grösste Geschenk:


  • gemeinsame Zeit

  • ein ehrliches Gespräch

  • ein Nachmittag ohne Programm

  • ein Abend ohne Erwartungen

  • eine Pfanne Spaghetti und das gemeinsame Essen

  • oder einfach das Gefühl: «Ich darf hier sein, wie ich bin.»

 

Vielleicht ist es Zeit, Weihnachten wieder zu fühlen – statt nur zu erfüllen!

Was wäre, wenn wir uns erlauben würden, Traditionen zu hinterfragen?

 

Nicht abschaffen – aber neugestalten.

Weicher. Ehrlicher. Passender.


 

Viele Weihnachtsrituale laufen weiter, einfach weil niemand fragt: «Müssen wir das wirklich noch so machen? Oder dürfen wir das Drehbuch neu schreiben?»


Vielleicht braucht deine Familie:

  • weniger Geschenke

  • weniger Höflichkeitsrollen

  • weniger Pflichtbesuche

  • weniger Stress um des Festes willen

  • kein 6 Gang Menü

 

Und nein — ein 6-Gang-Menü gehört nicht zu den Grundvoraussetzungen für ein gelungenes Weihnachten. Wirklich nicht.

 

aber dafür:

  • mehr Echtheit

  • mehr Stille

  • mehr gemeinsames Sein

 

Weihnachten wird nicht kleiner, wenn wir es vereinfachen.

Es wird ehrlicher, stressfreier und «gemeinsam» schön.

 


Leichter durch den Winterblues

Ein paar Gedanken, die dir helfen könnten, leichter durch den Winterblues zu gehen:

 

1. Erlaube dir, müde zu sein.

Der Winter fordert dich nicht heraus – er erinnert dich daran, dich zu spüren.

 

2. Bewege dich ein kleines Stück jeden Tag.

Schon wenige Minuten genügen, um Körper, Energie und Stimmung in Bewegung zu bringen.

Manchmal reicht schon der Weg zum Briefkasten, um wieder ein bisschen mehr im eigenen Körper anzukommen.

 

3. Achte auf deine Haltung – sie beeinflusst mehr, als wir glauben.

Gerade im Winter machen wir uns oft klein:

Schultern hängen, Kopf unten, Blick zum Boden.

 

Diese Haltung beeinflusst:

  • die Atmung

  • die Stimmung

  • das Selbstgefühl

  • und sogar unsere Motivation

 

Aufrichten statt Einfallen:

Einmal täglich bewusst aufstehen, Schultern sanft zurück, Brustraum öffnen.

 

Blick nach oben, nicht nach unten:

Es ist erstaunlich, wie oft wir im Winter den Boden anschauen — und wie selten er etwas Neues zu erzählen hat.

 

Der Handyblick – eine unterschätzte Last:

Kopf über dem Handy, Nacken rund. Es zieht uns nach unten – wortwörtlich und energetisch.

 

4. Überlege, was Weihnachten für dich bedeutet – nicht für andere.

Welche Form von Weihnachten fühlt sich für dich gut an?

 

5. Sprich aus, was du brauchst.

Viele warten nur darauf, dass jemand den Mut hat, die Abläufe zu hinterfragen.

 

Ein leiser Schlussgedanke:

Vielleicht ist der Winter nicht dunkel.

Vielleicht beleuchtet er nur deutlicher, wo wir uns selbst verloren haben.

Und vielleicht ist Weihnachten nicht dafür da, uns zu überfordern –

sondern uns daran zu erinnern, wie schön echte Nähe sein kann,

wenn sie nicht gespielt ist.

 

Ich wünsche dir eine Zeit,

in der du wieder bei dir ankommst.

Nicht erst an Weihnachten.

Schon jetzt.

 

Herzlichst

Corinne

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